Texte und Gedichte
Da Wolfauer Musikverein in Wian! von Veronika Putz zum Frühlingskonzert 2007
I woas nou genau, es wor vor ca. 1 ½ Johr,
dou houts g´hoass´n, wir därfen nouch Wian aussi foarn.
Dou is, wia jedes Johr, deis große Bundesblousmusikerfest,
mit Marschmusikbewertung und gonz besondre Gäst.
Und vülli Musikvereine, va noh und fern, kömma za den Treffen immer wieder gern.
Vom gonzn Burgenland fohrn ümma nur drei,
und deismoi is a Wolfau dabei.
Gemeinsam mit die Musikvereine Bernstein und Bad Tatzmannsdorf/Oberschützen
derfen wir die Gelegenheit nützen,
und mit voller Stolz no dabei die Vertreter fürs Burgenland sei.
Dou hom ma holt jubelt und gfreit houts uns sehr,
weil nur ormoul durt in Wian dabei sein, deis is a große Ehr.
Owa die Freid wor nur kurz und scho bold worn ma wieder stüll,
wia ma hom ghört, was unsa Stobführer ols va uns wül.
Während´n marschier´n soul ma steih bleib´n und weiter geih, zsamm´ geih und vanound,
scha alloun ban zua härn wor uns gonz bang.
A Kreuzwende, a Große Wende, nix loust a uns dasport,
olli schaun sie aun, kuana sogt a Wort.
Und deis orni kümmt dann no dazua,
die Spülerei soi jo a noch was dua.
Auf deis legt da Erich wieder recht vüll wert,
das a jo kuan folsch´n Ton wo härt.
As Kurv´n geih, deis wa jo eh no leicht,
owa deis mit dem Wend´n, deis hout uns dann g´reicht.
Na, na hom ma gsogt, dou turn ma glei gor nit mit,
weil deis wos du va uns wüst, deis schoff ma sowieso nit.
"Hörts auf hiatz zan jammern!" hot dann da Hansi gsogt,
"eis hobs eing scho so vül für den Verein plogt,
glaub´s mas, dei Marschiererei is a nit vüll schlimma,
und a so a Chance, dei kriang ma nimma!"
Auf amoul war ois stüll und a jeda hot g´studiert,
"es is eh wor, wir homms ja no gor nit probiert!"
Und a jeder hot sie deis so za Herz´n gnomma,
und is glei za der nächsten Marschprob komma.
Za die erschten Prob´n mächt i gor nit vü sog´n,
i kau nur ümma wieder an Hansi recht lob´n.
Fir die Geduld, wos a fir uns hot aufbrocht,
und wos a firs marschiern hot olls mit uns gmacht.
Drei gemeinsame Prob´n san dann gwein,
die erschten zwoa hots zum Großteil verreignt.
Ba d dritt´n Prob´ hot dann die Sun owagschaut,
owa wia kaus onders sei, dei wor a in Wolfau.
Und noch langem Aufwand, Plog und Zeit, wors dann endlich so weit.
Da großi Tag wor vor da Tir, zittert hom ma scha zeitig in der Friah,
wia ma sei mit´n Bus noch Wian ausigfohrn,
um olli unser hort erprobtes Können zan zoagn.
In der Maria Theresienkasern wor unser erschta Stop,
gemeinsam hom ma durt des letzti moul probt.
Die Marschmusikbewertung vorm Schloß Schönbrunn wor unser nächstes Zül,
fir deis was ma hom wochenlong probt so vül.
Noch der Reih hom durt die Vereine Aufstellung gnommen,
und mit seiem Marschmusikprogramm begonnen.
Aufgeregt hom ma auf unsern Auftritt gwort,
deis zuaschaun ba die andern, deis wor hort.
Dann hots ghoassen: "Auntret´n, es is so weit!"
Deis woa a Gfühl zwischen Angst und Freid.
A jeda hot si hingstöit auf sei Föd, olli worn do, nur urna hot gföd.
Den Nomen möcht I gor nit nenna, es tuatn a jeda recht guat kenna,
später hot as dann eh mit a Runde beglichen,
dafir hom ma deis gonze aus unserm Gedächtnis g´strichen.
Er hot a behaupt, deis wor da Grund dafir,
das ma dann sei so wunderbor marschiert.
Weil as Ergebnis is eing sicher olli bekonnt:
"A ausgezeichneter Erfolg" und deis firs gonze Burgenland.
Deis Gefühl is gor nit zum wiedergaibn,
deis wos ma hom därfen durt erlebn.
Und a jeder wor so voller Freid,
das ma hom gsogt, deis mais ma no feiern heit.
Drum hom ma den Tog ban Heurigen ausklingen lossen,
und mit an Glaserl Wein auf unsern Erfolg augstossen.
A die Jugend hat den Tog sehr genossen,
vor lauter Freid homs glei a Ständchen spüt auf da Goss´n.
Am nächsten Tog wia ma sei wieder im Bus gseissen,
woa die gonze Nervösität und Aufregung vergeissen.
As Kopfweh vom feiern wor verflossen,
nur draust in Wian hots in Strömen goussen.
So hom ma holt am Michaelaplotz Aufstellung gnommen,
und etwas betrübt mit unserm Platzkonzert begonnen.
Doch kaum hom ma unsern erschten Marsch spült,
hot sie da Plotz vor uns mit a Menschenmenge gfüllt.
Und deis schänsti vor jo no dabei,
a die Sun wor do und mitn raigen wors vorbei.
Am Nochmittog noch a kloanen Rost,
war dann der Marsch vom Burgtor zum Rothausplotz.
Olli Vereine sei aufmarschiert noch der Reih,
am Ring entlong und ba da Prominenz vorbei,
hom Aufstellung gnommen auf der Rothausstiagn,
um abschließend gemeinsam zu musiziern.
Spätestens hiaz wor an jeden von uns klor,
dass deis Ereignis fir uns nur einmalig wor.
Dei Chance wenn ma wohrscheinlich nit mehr kriagn,
das ma do ban Festakt steihn vorm Rothaus in Wian.
Drum sollt ma noch amoil "Dankschön" sogn,
ba dei Herrn, dei wos uns deis ermöglicht hom.
Ban Obmann fir deis gonze organisiern,
ban Kapönmoasta firs musikalische einstudiern.
Und gonz besonders ghört unser Stobführer globt,
der hot die meisti Arbeit mit uns ghobt.
Va dei zwoa Tog wird ma sicher no jahrelong reid´n,
vielleicht wird si für die Jugend sogar noamoul die Gelegenheit ergeib´n.
Und gonz leise drau i mi zum Schluß hiaz nou sog´n:
"I glaub´Wolfau kau stulz sei a so an Verein zan hom!"
As letzt'i Joar! von Veronika Putz zum Neujahrskonzert 2002
Es is gor nit zan glab'm, owa woar,
hiatz is scha wieda glei' Neijoar.
Scha wieda is a Joar va'goanga,
wia ma sei "Neijoar aunspü'n" goanga.
Wia ma hom aunklopft ba jeden Tor,
und hom eing g'wunsch: "A guats neichs Joar!"
Und is a nit fir olli a gonz a sou g'word'n,
turnt's nit verzog'n, sondern aufs nächsti woart'n.
Wir Musikant'n denk'n zruck voller Stolz,
of des letzti Joar und auf insern Erfolg.
Weil in dem Joar wor gonz schei wos los,
der Terminkalender war deismol besonders groß.
Deis oarni oder anderimol worts a sicha dabei,
und hob's ins zuagloust und eing mit ins g'freit.
Und oft wed's ins owa gor nit spü'n g'hert hom,
und iwa deis mecht i heit a biß'l wos sog'n.
Aung'foung't hom ma deismoul heier,
mit a groß'n Geburtstag'sfeier.
Ma kennt iarms zwor nit aun, owa es is woa,
da Stelzer Hermann wor scha 60 Joar.
Auf ihrm sei ma olli besonders stolz,
weil a ins ols oltester no ümma die Staüllung holt.
Und a fir die nächst'n poa Joar hout a ins scha zuag'sogt,
dass a hiaz in der Pension nou genauso so weiter mocht.
Die nächst'n Woachn'n homma dann probt mit großa Müh',
fir's Frühlingskonzert im April.
Und die Müh' wor's sicha wert,
weil mir hom wieda vü' Lob nur g'hert.
Owa deis gebirt besonders an bestümt'n Maun,
weil kou anderer hängt sovül Stund'n draun,
prob't urnmoul dort und urnmoul dou mit vü Geduld,
wia insa Erich hinterm Dirigentenpult.
Und wir'sä sie ba a Veranstaltung holt so g'hert,
wird noucha glei der Müll entleert.
Doch einige hom sie dou verliert,
und hom stött'n Müll die aung'foungt'n Flosch'n entleert.
So hot sie deis Zamm'ramma holt zat und zat,
bis olli Flosch'n wor'n endlich la.
Am 1.Mai sei ma sou wia jedes Joar,
zum Weckruf in gonz Wolfau umg'forn.
Va Station zu Station homma an Ort durchquert,
va da Unterberg'n bis in die Gasen homs ins iberrol g'hert.
Und ba jeda Station worn ma herzlich willkommen,
iberoll homs ins scho mit a Jaus'n empfoungen.
Und genau fir deis g'heart amoul "Dounk schei" g'sogt,
fir die vüli Orbeit, wo si dou a jeder mocht!
Da Dorfkirtag wor heier besonders schei,
wia olli Vereine so einmarschiert sei.
Doch deis schensti dabei wor,
die Musikkapön gonz vorn.
Weil i g'lab deis gibt a jeda zua,
wos war a sou a Aufmarsch ohne Musi nur.
Egal ob ban Maibamumschnei'n, Erntedank- oder Kindergordenfest,
ba jeden Frühschoppen wor'n wieda vülli Gäst.
Und a die kirchlichen Anlässe homma musikalisch umkrönt,
und mit insern Spü'n an Pforrer sei Stimm üwatönt.
Urn Mau' homma heier besonders iwerroscht,
und zan sein 70.Geburtstag a große Freud nur g'mocht.
Weil dou hout da Steira Franz holt wirklich g'schaut,
wia ofamoul hout im Hof wer auf die Trommel g'haut.
Nouch longem homma heier wieda amoul a Hochzeit spüt,
und a ehemolige Marketenderin in die Kirch'n g'führt.
A ba Musikertreffen worn ma wieder vül,
dou im Bezirk und a in Steirisch drüb'n.
Jo a sou a Musikertreffen is holt ümma schei,
wenn va iweroll die Musikanten beisammen sei'.
Drum hom ma im Juli glei söwa urns ausprobiert
und glei 7 Vereine sei bei inserm Fest einmarschiert.
Oft Nocht out dann da Kapönmoasta sein Können zoagt,
und mit sein Pannonia Express fir Unterholtung g'sorgt.
Und am meisten hot uns olli g'freit,
dass wieda hom g'holfen so vülli Leit.
Owa i glab in Wolfau kau ma mocha wos ma wü,
freiwüllige Hand' find ma ümma vü.
Und mit dei füll'n freiwülligen Hölfer vom gonz'n Joar,
wullt'ma a moul zan Heirigen forn.
Am 10.November wor's dann endlich sou weit,
a jeder wor guat drauf und hout si g'freit.
Da Gerald hot uns an guat'n Heirigen besorgt
und fir die Stümmung hom dann olli söwa g'sorgt.
Trunga, g'sunga und tanzt hom olli recht vüll,
nur äs Huamforn mit'n Bus wor fia manchi koa guat's Gefühl.
Zan Glick hoat da Pieler Hermann a poar Billa-Sackerl mitghobt,
und hoats verteilt in höchster Not.
Nur äs letzti hoat a si nit hergeb'n traut,
weil deis hätt's dann bold söwa braucht.
Doch die Klounigkeiten turn ma gor nit bereid'n,
sou wos sollts hot hin und wieda geb'n.
Vor zwoa Wouch'n homma dann vorn Gemeideamt fir Weihnochtsstimmung g'sorgt,
und trotz Költ'n sei vü Leit kömma und hom ins zuag'horcht.
Jo und is amoul do die Weihnochtszeit,
dann is äs Neichi Joar a mehr nit weit.
Und so ward ma wieda durt wo ma aung'fangt hom,
und mecht'n aing "A guat's Neichs Joar" nur sog'n.
Deismol spün ma nit ounfoch vor jeder Tir,
sondern hom propt wochenlong dafir.
Fir deis Neijohrskonzert va heit,
und i hoff eis hob's damit a Freid.
Zum Johresende mecht ma no amoul "Dounk schei" sog'n,
ba olli, dei wos ins dies gonze Johr unterstützt hom.
Egal ob durch Spenden oder ols Hölfer ban Fest,
und hob's a nur zuag'loust ols unsere Gäst.
Mit eing'n Beitrag is deis orni scha klor,
es wird bestimmt wieda a "Guats Neichs Johr".
Da Kapönmoasta! von Veronika Putz zum Neujahrskonzert 2000
Die Wolfauer Musikkapön is gwiß scha oid,
100 Joahr wird’s hiaz oft boid.
Owa dass a Kapön sou laung besteih’ kau,
verdaunkt ma meistens an bestimmten Mau.
Und deis is meistens da Dirigent,
der wos die Nout’n hoit am beisten kennt.
Dirigiert hom ba ins scha vülli Männa,
die meisten tuan ma mehr goar nit kenna.
Nur uan Nauma, den hoit ma stets in Ehr’n,
die "Punk Hermann’s", auf dei erinnert sie a jeder gean.
Insgesamt 70 Joahr hobn’s in Wolfau musiziert,
und an Musikverein aufwärts dirigiert.
Za guat’a Letzt hout dann der Herbert die Trompet’n auf’d Seit’n g’legt,
und an Musikverein durch die Nout’n g’lenkt.
Musikalisch hout er uns gwiß vül g’learnt,
und as g’mirtlichi „Beisammen sein“ homma ba iam a nit verlearnt.
Doch eines Tages hout daunn da Herbert g’sogt:
„So Leit, i hob mi laung gmua mit eing hiaz plogt.
I mog mehr nit dou vorn steih’und dirigiern,
I tat vül lieba söwa wieder musiziern.
Mei Trompet’n hout laung gmua hiaz g’rost,
I wül jo net, daß ma ganz verrost.
Owa mochts eing kuani Sorg’n hiaz nou am End’,
i kenn’ eh an guat’n Dirigent.“
„Mei“ hob’n mir ins da olli denkt,
„Uan, den wos ma goar nit kennt.
Wer woas, wos der mit ins ois tuat,
und wer woas sei mir iwahaupt sou guat.
Vielleicht is a gaunz a strenger,
und die Musiprob’n wear’n ümma länger.
Zan Schluß trinkt der goar kuan Wein;
na, mit sou uan tat ma ins bestimmt nit versteih’.“
Sou homma hoit hieg’studiert, bis sou weit woar,
nervös woarn ma olli, owa deis is jo eh kloar.
Und glei bei der nächst’n Prob’, dou is daunn g’scheh’n,
dou homma an Erich as easchti moi g’sehn.
Da easchti Eindruck, der woar gaunz guat,
hiaz wer’n ma hoit schau’n, wos der mit ins ois tuat.
Zeascht hout a ins amoi g’sogt, wia er’s gern hätt’:
"Währenden Prob’n tuants nit trotsch’n und kemmts jo nit z’spät.
Tuats a dahoum fleißig üb’n,
dass ma a wirklich ümma guat spün."
Daunn homma hoit a poar Stickl g’spüt,
es hout sie a wirklich a jeder bemüht.
Und zum Schluß hom daunn mir iam’s g’sogt voller Muat,
wos sie ba ins in Wolfau gaunzes Joahr sou tuat.
"Konzerte, Frühschoppen und hier und dou is a Begräbnis zan spün,
fir deis und nou vül mehr, tuan mir gaunzes Joahr üb’n.
Und Erich, deis uani schreib da a glei’ auf,
mia hom ar a poar Fans dou in Wolfau.
Dei tat’n hoit gern hin und wieder,
hearn sei’ ri bestimmt’n Lieada.
Wenn sei die Grundwinkla wo banaund,
dann spün ma sicha den Marsch "Mein Heimatlaund"
Siesta derf hoit anit fön,
dou tat ma an Waugl gaunz schei quö’n.
Firn Lukitsch Hanzl "Furchtlos und Trei",
daunn gibst sicha a poar Lita Wei.
Da Popst’n Walter tuat hoit a so gearn,
ümma die Diamanten Polka hearn.
Oder is da Kuarot’n Helmut wo iwablieb’n,
daunn spü’n ma sicha "Meiner Marie".
Deis sei hoit sou bestümmti Leit,
dei wos as Musi spü’n nou g’freit.
Und weil’s hoit goar sou lustig is,
gei ma nou’chn Musiprob’n meistens nou wou hie.
Egal ob zan Kirch’nwirt oder in die Mühl,
hoffmas wird da deis nit zvül."
Hiaz is scha iwa a Joahr vergounga,
und i glaub mir hom an Erich vül zan daunka.
Fir die Geduld, wos er mit ins hout g’hobt
und fir die Komerodschoftlichkeit a gounz a großes Lob.
Ois, wos er außerholb seiner Pflichten nou sou tuat,
deis und nou vül mehr find ma ban Erich so guat.
Ba jeder Prozession und a am 1. Mai,
iweroi woar da Erich dabei.
Und i glaub, er hout jeden Auftritt mit ins genossen,
nur am 1. Mai, dou hout iam as Gedächnis verlossen.
Owa dei Kluanigkeiten wön ma gor nit bereid’n,
tuan ma iam liewa an großen Applaus hiaz geb’n.
Und hoffma, dass no recht vülli Joahre wird geb’n,
wou da Erich ba ins in Wolfau an Taktstock wird heb’n.
As Musiproub'n! von Veronika Putz zum Neujahrskonzert 2000
Is im Winta schiach oder im Summa schei,
am Freita um ochti hoaßt Musiproub'n geih'.
Deis geht scha loung a sou, Joahr ei', Joahr aus,
deis woas a jeda, der wos hout an Musikant im Haus.
Zan Proub'n geih' nümmt sie a jeda die Zeit,
a jeda den wos as Musiproub'n hoit g'freit.
Um holba ochti foahrt scha as erschti Auto ein,
deis wird scha da Kapönmoasta sein.
Jo da Erich, der is ümma friach drau,
wenn i daink an die aundern, deis is kaum zan glaub'n.
Bold drauf foahrt scha äs nächsti Auto zua,
deis is hiaz da Muissa Hansi und sei Bua.
Dann koummans olli nauch da Reih',
die meist'n bleib'n gleih' draußt nou steih'.
Waü a weing a frischi Luft vorm Proub'n,
deis is wos wert, dann is bestimmt kua Ton verkehrt.
Doch geht da Zoaga va da Uhr,
scha amoul auf viertl Neini zua.
Dann mocht der Erich einen Schrei,
außi za dai wos draußt nou steih':
"Hiaz seitzt eing doch olli amoul nieda,
und spült's eing ei' mit a poa Liada.
Und ais Posaunen, dass as glei wißt's,
trotscht und kudat wird heit nix."
Doch im Geheimen muaß dann da Erich locha,
wenn oi drei banound sei', is mit sai holt nix zan moacha.
Zan eispü'n kümmt dann glei die C-Dur,
waü fö'n tua jo a nou recht schei gmua.
Jo as spoat kömma, deis heart nit auf,
waü as spout kömma is in Wolfau a Brauch.
Dann wird äs nächsti Liad bestümmt.
"Bitte, Herr Kapönmoasta, deis find ma nit".
Goanz klualaut möt si uarna va da letzt'n Reih',
dau muant da Erich: "Wia sul i deis vastei"?
Hob's äs eppa wou foisch ai'sortiert"?
"Na, i daink, ban Neujohrspün hob' mas vaschlapariert".
"Jo, die Ordnung is as houibi Leb'n,
den Rautschlog kau ma nit ouft gmua geib'n."
As nächsti Stickl, deis is naich,
drum paßt's guat auf, deis sog i eich.
Doch wia da Erich dann an Takt zaült ei',
kümmt va gaonz hint a lauta Schrei.
"Woat, i g'siag nit driwa, wos sol i da tua?",
möt si hinta da groß' Trommel an Wenzl sei Bua.
Jo, dou woas da Erich a kuan Raut und studiert,
jo sou wos is iahm sei Leb'n nou nit possiert.
Do muat da Dave in dem Gewirr:"I gawat da jo wos va mir.
Die höfti, dei kunst du glei hob'n, dann tast die Trommel a glei maig'n datrog'n."
Doch zan Glick gib's a Lösung fir jed's Problem,
derf ma iahm holt nur mehr die kloani Trommel gaib'n.
Za guata Letzt', wia kau's aunders sei,
trötelt nou Schmid Frounzes Gerald ei'.
In da uan Hound äs Handy, in da oandern die Geig'n,
jo da Gerald wiad holt ümma da laitzti sei.
Endlich sei hiaz öl banound,
dann gibt da Kapönmoasta glei die nexti Prob' bekount.
Doch wia da Erich den Termin hout ausg'sproucha,
kümmt va die Jungen nur a lautes Locha.
"Dou wird's mit'n Proub'n geih ba uns nix,
woü dou spün in Ollhau die Kixx.
Jo, gai'n die Kixx hout da Erich kuani Meta,
meiß ma holt Proub'n a Wouch'n späta."
Da nächsti Marsch, der is bekount,
drum tua ma glei gor nit vü umanoand.
Doch dann, scha fost ban Schluß,
wos fir a Schreck, da Erich wirft glei an Taktstock weg.
"Dou woarn hiaz glei a poar Töne verkehrt,
i glab in da erscht'n Reih' hob i wos g'heart."
"Na, na, muat da Pungi, deis kau nit sei,
waü mia hob' dou a Pause steih'.
Jo, da Franzi vateitigt si vulla Muat,
vir a poar falschi Töne, spün mia vü zu guat.
Waü auf die Flöt'n und deis Hulz,
dou is holt da Pungi stulz.
Dann wird nou prob't a Potpourri,
die Abschiedspolka und Meiner Marie.
Um zaini schaut dann da Erich auf die Uhr:
"Sou i glab fir heit is gmua.
Dann g'sehn ma ins holt in zwoa Woucha wieda
und tuarnst a weing üb'n dei goanz Liada".
G'schwind wean dann z'saumpockt, die Nout'n und die Geig'n,
und a jeda deinkt si: "Es is scha schei a Musikant zan sei!"
Neujahrslied des Musikverein Wolfau:
Ganz lieblich zu singen aus einem neuen Ton
Das alt' Jahr wird vergehen, das Neue fängt sich an.
Drum sind wir gekommen, zu wünschen fürwahr
Den Herren und Frauen ein glückselig's neues Jahr.
Zum Schluß woll'n wir's greifen, nimmt alles ein End,
Was lebet oder schwebet, und was man nur denkt,
Ein neues Jahr zu wünschen euch allen zugleich,
Hier fröhlich zu leben durch das himmlische Reich.