Die Vereinsgeschichte

Alles begann mit der Gründung einer Musikkapelle im Jahre 1904.
Die Gründungsmitglieder der ersten Musikkapelle waren:
Josef Binder (geb. 1869)
Johann Binder (geb. 1888)
Josef Schöck (geb. 1872)
Josef Pung (geb. 1887)
Johann Prenner (geb. 1886)
Johann Stelzer (geb. 1877)
Franz Stelzer (geb. 1880)
Matthias Schiller (geb. 1886)
Josef Madl (geb. 1864)
Johann Madl (geb. 1878)
Johann Mühl (geb. 1887)
Franz Flasch (geb. 1874)
Josef Wiederer (geb. 1888)

Bild: Erstes öffentliches Auftreten der Musikkapelle bei der Fahnenweihe des Veteranenvereines Wolfau 1904.
Von den Anfängen des Vereines liegen leider keine schriftlichen Aufzeichnungen vor. Die Zeit vor dem ersten Weltkrieg liegt daher ein wenig im Dunkeln. Nach dem ersten Weltkrieg übernahm Hermann Punk die Leitung der Kapelle. Er war Werksmaurer in einer Fabrik in Leoben. Dort spielte er in der Werkskapelle mit und bildete sich meisterlich aus.
Als er schließlich nach Wolfau zurückkehrte und der Musikkapelle beitrat, bat man ihn sofort, die Leitung zu übernehmen.

 

Der Mitgliederstand belief sich auf etwa 12 bis 15 Musiker.
    Kapellmeister: Punk Hermann
    Klarinette: Hiertz Michael
  Karl Müllner
    Flügelhorn: Schiller Matthias
  Prenner Johann
  Allmer Franz
    Tenorhorn: Großl Josef
  Madl Franz
    Bass: Stelzer Johann
    Es-Trompete: Madl Josef
  Pfeiffer Franz
  Binder Johann
Veranstaltung vor dem Kriegerdenkmal in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen   Prenner Johann
    Schlagzeug: Putz Franz

Von den Auswirkungen des schrecklichen 2. Weltkrieges, der im Jahr 1938 begann, wurde auch die Musikkapelle in Wolfau nicht verschont.
4 Musikkameraden (Madl Franz, Madl Josef, Binder Johann und Pfeiffer Franz) verloren während des Krieges ihr Leben.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 setzte sich der Verein aus den folgenden Personen zusammen: Punk Hermann sen., Hiertz Michael sen., Karl Müllner sen., Prenner Johann, Allmer Franz, Schiller Matthias, Großl Josef, Punk Hermann jun., Pung Franz, Pfeiffer Franz, Stelzer Johann und Putz Franz.

 

Um neuen Schwung in die Kapelle zu bringen, begann man mit der fundierten Ausbildung der Musiker.
Hermann Punk sen. übernahm dabei die Ausbildung der Blechbläser, Michael Hiertz sen. kümmerte sich um die Hölzbläser. Mit steigender Mitgliederzahl nahm die Blasmusik eine immer größer werdende Rolle im Ortsgeschehen von Wolfau ein.
Neben eigenen Veranstaltungen wie Konzerten, Neujahrspielen oder Musikerbällen waren und sind auch Feste anderer Vereine, kirchliche Feste, Gratulationen, Hochzeiten und Begräbnisse ohne musikalische Umrahmung kaum noch vorstellbar.

Die Musikkapelle entwickelte sich immer mehr zum Kulturträger Nr. 1 in der Gemeinde.
Als gemeinsames Erkennungszeichen besaßen die Musiker zunächst nur Tellerkappen, aber noch keine gemeinsame Uniform.
Im Jahr 1956 wurde die erste Vereinsuniform angeschafft.
Seit dem Jahr 1962 führt die Musikkapelle der Gemeinde Wolfau offiziell den Namen “Musikverein Wolfau”.
Im Bescheid vom 3. Feber 1967 wird vom Amt der Burgenländischen Landesregierung die Berechtigung zur Führung einer Musikkapelle erteilt.
 

 
Nach Alois Karner und Michael Hiertz übernahm 1972 Josef Karner die Funktion des Obmannes und übte diese Tätigkeit bis 1994 aus.
1994 bis 1996 stand der Verein unter der Obmannschaft von Eduard Putz.
Ab 1996 wurde der Musikverein von Obmann Erwin Müllner geführt, der auch als 1. Flügelhornist aktiv im Verein tätig ist. Seit 2006 ist Gerald Hiertz der neue Obmann des Musikvereins.
Der Musikverein verfügt durchschnittlich über einen Mitgliedsstand von 35 aktiven Musikern und fünf bis sieben Nachwuchsmusikern.

Unser Kapellmeister
Der erste Kapellmeister war Josef Binder, ihm folgten Johann Binder und Matthias Schiller.
Von 1920 bis 1960 stand der Musikverein unter der musikalischen Leitung des Hermann Punk sen., von 1960 bis 1990 leitete Hermann Punk jun. die Kapelle.
Ihm folgte Herbert Schiller als Kapellmeister nach, welcher im Jahre 1998 den Taktstock an Erich Tölly aus Oberwart übergab.
Auf dem Foto: Erich Tölly, Hermann Punk jun. und Herbert Schiller